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Spionage - (k)ein Thema?!

Informationsveranstaltung des Verfassungsschutzes zum Themenfeld der Spionage



Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger konnte zur Informationsveranstaltung "Spionage - (k)ein Thema?!" in der Akademie des Sports in Hannover über 140 Gäste aus den Bereichen Politik, Ministerien, Verwaltungsbehörden des Landes, Kommunen und Polizei begrüßen.

Die Veranstaltung stieß bei den Teilnehmern auf große Resonanz. Die nachrichtendienstliche Erfahrung zeigt, dass häufig nicht nur Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Behörden und staatlichen Institutionen selbst von Spionageaktivitäten betroffen sind, sondern vielmehr alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel der Veranstaltung war, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung für das Thema zu sensibilisieren und Schutzmechanismen aufzuzeigen. Die Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger betonte in ihrem Grußwort: „Spionage ist auch heute noch ein sehr aktuelles Thema, das die Sicherheitsbehörden nicht vernachlässigen dürfen. Potenziell sind alle Ressorts und Verwaltungseinheiten, in denen Entscheidungen vorbereitet, getroffen und umgesetzt werden, von klassischer und elektronischer Ausspähung bedroht.“

In den Vorträgen der Referenten wurde eindrucksvoll dargestellt, wie auch heute noch, im digitalen Zeitalter, fremde Nachrichtendienste Spionageaktivitäten mit konservativen Mitteln entfalten. In Sozialen Medien kann das persönliche Umfeld möglicher Opfer für unbemerkte Anwerbungen ausgeforscht werden, um so an sensible Informationen zu gelangen. Die Methodik von Spionageaktivitäten hat sich in den vergangen Jahren jedoch weiter erkennbar gewandelt. Neben der klassischen Spionage rückt zunehmend das Thema Cyber-Angriffe in den Fokus der Sicherheitsbehörden.

Im Rahmen der Tagung wurde auch dargestellt, wie der Verfassungsschutz zu Aufklärung und Abwehr von klassischer Spionage und von Cyber-Angriffen beitragen kann, welche Möglichkeiten er hat und wo ihm Grenzen gesetzt sind.

Die Niedersächsische Landesregierung hat darüber hinaus eine Cybersicherheitsstrategie für Niedersachsen verabschiedet. Das Niedersächsische Computer Emergency Response Team (N-CERT), das organisatorisch dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport angegliedert wurde, versucht, mögliche Bedrohungen aus dem Cyber-Raum zu erkennen und deren Auswirkungen auf die IT-Systeme der Landesverwaltung vorherzusagen.

Neben den Fachvorträgen bot die Veranstaltung die Möglichkeit zum Dialog mit der Verfassungsschutzpräsidentin, Frau Brandenburger, sowie zum fachlichen Austausch mit den Referenten.

Die Veranstaltung endete mit einem kleinen Imbiss, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit zum intensiven Austausch nutzten, um ca. 13:00 Uhr.


In der rechten Spalte können Sie die Grußworte und Vorträge herunterladen.

Wolfgang Rösemann, Referatsleiter Spionageabwehr, Wirtschaftsschutz, Geheim- und Datenschutz beim Niedersächsischen Verfassungsschutz  
Wolfgang Rösemann, Referatsleiter Spionageabwehr, Wirtschaftsschutz, Geheim- und Datenschutz beim Niedersächsischen Verfassungsschutz
Jörg Peine-Paulsen, Fachbereich Wirtschaftsschutz im Niedersächsischen Verfassungsschutz  
Jörg Peine-Paulsen, Fachbereich Wirtschaftsschutz im Niedersächsischen Verfassungsschutz
Michael Schätzke, Leiter N-CERT  
Michael Schätzke, Leiter N-CERT
Steffen Dütemeyer, N-CERT  
Steffen Dütemeyer, N-CERT
Teilnehmer der Spionagetagung  
Teilnehmer der Spionagetagung
Michael Schätzke, Jörg Peine-Paulsen, Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger, Steffen Dütemeyer, Wolfgang Rösemann  
Michael Schätzke, Jörg Peine-Paulsen, Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger, Steffen Dütemeyer, Wolfgang Rösemann
Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger im Gespräch mit der Presse  
Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger im Gespräch mit der Presse
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