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Aktuell und Kontrovers: Wie gehen wir mit der salafistischen Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen um?


Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger konnte zur Veranstaltung am Montag, den 26.09.2016 im Anzeiger-Hochhaus Hannover mehr als 130 Gäste aus den Bereichen Schule, Jugendpflege, Religion, Politik und Sicherheitsbehörden begrüßen.

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Aktuell und Kontrovers – Verfassungsschutz im Diskurs mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft“ hat der Niedersächsische Verfassungsschutz

  • Ahmad Mansour, Programme Director der European Foundation for Democracy, Psychologe und Autor,
  • Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) e. V., Niedersächsischer Justizminister a.D. und
  • Christian Hantel, Leiter der Niedersächsischen Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung – beRATen e.V. –

eingeladen, um gemeinsam aktuelle Fragen des Extremismus kontrovers zu diskutieren.

Die Moderation hat Georg Heil, freier Journalist, übernommen.


Zum Hintergrund:

Insbesondere im Kontext des Bürgerkrieges in Syrien und im Irak haben sich in den vergangenen Jahren Jugendliche und junge Erwachsene salafistisch radikalisiert. Aus Niedersachsen sind bislang beinahe 75 junge Menschen ausgereist, u.a. um in den Reihen jihadistischer Organisationen in den Kampf zu ziehen. Einige dieser jungen Menschen sind in Kampfhandlungen oder auch bei Selbstmordanschlägen zu Tode gekommen.

Der Salafismus ist die derzeit radikalste islamistische Bewegung. Seine Prediger versuchen jungen Menschen einen allumfassenden Lebensentwurf zu vermitteln, der scheinbar Antworten auf alle Fragen und einfache Lösungen für persönliche Probleme liefert. Sie nutzen den Idealismus dieser jungen Menschen aus, um sie von ihren Familien zu entfremden und gegen Staat und Gesellschaft aufzubringen. Der Einfluss salafistischer Ideologen auf junge Menschen stellt Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft aktuell vor große Herausforderungen.

Gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren hat die niedersächsische Landesregierung deshalb im Jahr 2014 den Verein für jugend- und familienpädagogische Beratung Niedersachsen (beRATen e.V.) gegründet, um der salafistischen Radikalisierung junger Menschen auf zivilgesellschaftlicher Ebene entschieden zu begegnen. Darüber hinaus wurde kürzlich die Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen (KIP NI) gegründet, um das zivilgesellschaftliche und (sicherheits-) behördliche Engagement gegen Islamismus in Niedersachsen noch besser zu koordinieren.

Vor diesem Hintergrund stellen sich wichtige Fragen bezüglich des Umgangs mit sich radikalisierenden jungen Menschen:

  • Wie kann man eine salafistische Radikalisierung frühzeitig erkennen?
  • Wie kann man salafistischen Positionen begegnen?
  • Wo liegen die Gründe für eine salafistische Radikalisierung?
  • Welche Rolle spielt das Internet im Radikalisierungsprozess?

Dass es sich bei den Gästen um ein ausgewiesenes Fachpublikum handelte, zeigten die Diskussionsbeiträge und Fragen an die Experten.

In der rechten Spalte können Sie den Flyer und die Presseinformation herunterladen.

Hier werden Sie zum Artikel zur Ankündigung der Veranstaltung weitergeleitet.


Dr. Hans-Joachim Heuer, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Martina Schaffer  
Dr. Hans-Joachim Heuer, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Martina Schaffer
Podium der Veranstaltung Aktuell und Kontrovers  
Podium der Veranstaltung Aktuell und Kontrovers
Christian Hantel und Georg Heil  
Christian Hantel und Georg Heil
Prof. Dr. Christian Pfeiffer und Ahmad Mansour  
Prof. Dr. Christian Pfeiffer und Ahmad Mansour
Diskutanten der Veranstaltung Aktuell & Kontrovers vom 26.09.2016  
Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Christian Hantel, Maren Brandenburger, Ahmad Mansour, Georg Heil
Flyer "Wie gehen wir mit der salafistischen Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen um?"  

Flyer "Wie gehen wir mit der salafistischen Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen um?"

Hier können Sie die Presseinformation herunterladen:

 
(PDF, 0,36 MB)

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