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Wirtschaftsschutztagung am 01.11.2016


Experten diskutieren Cyber-Angriffe auf niedersächsische Unternehmen

Die Digitalisierung ist eines der wichtigsten Schlagwörter unserer Zeit. Sie verändert unsere private und berufliche Welt, durchdringt fast alle Lebensbereiche – und das mit immer höherem Tempo. Die globale Vernetzung bietet große Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch die Risiken sind beachtlich. „Die Daten werden immer mehr vernetzt, Infrastrukturen verschmelzen mit dem Internet. Dadurch werden die Systeme zunehmend anfälliger für Cyberangriffe“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, bei der (heutigen) Wirtschaftsschutztagung in Hannover, veranstaltet vom Innenministerium, dem Niedersächsischen Verfassungsschutz. Zum dritten Mal in Folge beteiligt sich auch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium. Wirtschaftsminister Olaf Lies unterstich die Bedeutung der Digitalisierung für alle Bereiche des Alltags aber auch für die Wirtschaft in Niedersachsen. Gerade deshalb sei es bei der weiter zunehmenden Digitalisierung wichtig, die Sicherheit zu gewährleisten. „Gut funktionierende und sichere digitale Infrastrukturen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es geht darum, auf der einen Seite den Mut zu haben, neue Wege im Bereich der Digitalisierung zu gehen, aber auch auf der anderen Seite Ideen unserer Unternehmen, deren Visionen, Patente und geistiges Eigentum zu sichern. Wir wollen unsere Unternehmen und deren Knowhow vor Cyberattacken schützen.“

Eine zentrale Herausforderung für die niedersächsische Wirtschaft sieht Innenminister Pistorius in der Gefahr international vernetzter Cyberkrimineller und -terroristen. Bundesweit haben sie zuletzt Jahr für Jahr Millionenschäden angerichtet. Ziel müsse es daher sein, für ein hohes Maß an Cybersicherheit zu sorgen: durch ein Bewusstsein bei Unternehmen, Bürgern und Behörden, die Gefahren zu erkennen und sich durch eigenes Handeln aktiv davor zu schützen – zum Beispiel durch regelmäßige Sicherheitsupdates und Software-Upgrades. „Und es muss die Bereitschaft da sein, in diese Sicherheit auch finanziell zu investieren“, so Pistorius.

Pistorius erneuerte seine Forderung nach einem „europäischen FBI“, um die Vernetzung und den Austausch zu stärken. Denn: „Wenn Kriminalität international organisiert ist, dann darf die Sicherheitsarchitektur Europas nicht hinterherhinken.“ Wirtschaftsminister Lies wies darauf hin, dass Unternehmen geeignete Strategien brauchen, wie sie sich vor Internetkriminalität erfolgreich schützen können. Lies: „In Großunternehmen gibt es eigenständige IT-Abteilungen, die sich darum kümmern. Im Mittelstand muss das Bewusstsein reifen, dass IT-Sicherheit eine wichtige unternehmerische Aufgabe ist. Außerdem braucht der Mittelstand einfache und bezahlbare Lösungen. Dazu wollen wir mit dieser Wirtschaftsschutztagung einen Beitrag leisten.“

Die Wirtschaftsschutztagung hat sich über die Jahre bewährt und fest als Beratungsstelle- und Informationsplattform für die niedersächsische Wirtschaft etabliert. In diesem Jahr haben mehr als 200 Teilnehmer neben fachlich fundierten Vorträgen auch die Chance zum direkten Austausch zwischen Unternehmen, Referenten und Sicherheitsbehörden genutzt.


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Flyer-Titel der Wirtschaftsschutztagung 2016  

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