Schriftgröße:
Farbkontrast:

Islamistischer Verein in Braunschweig vertritt frauenfeindliche Thesen

Im Zusammenhang mit den bundesweiten Durchsuchungen islamistischer Einrichtungen am 20. Januar 2010 weist der Verfassungsschutz Niedersachsen auf die Frauen diskriminierende Ausrichtung des islamistischen Vereins "Einladung zum Paradis" in Braunschweig hin.

Anlass der Durchsuchungen war die Beschlagnahme der deutschen Übersetzung des in Saudi-Arabien erschienenen Buches "Frauen im Schutz des Islam". Dieses Buch wurde 2000 durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) als jugendgefährdende Schrift eingestuft und unterliegt damit dem Verbreitungsverbot nach dem Jugendschutzgesetz.
Grund für die Indizierung durch die BPjM sind Ausführungen in einem Kapitel des Buches, das sich mit der Zulässigkeit von Gewaltanwendungen gegen Frauen befasst und mit dem Titel "Schlagen der Frauen" überschrieben ist. Die Darstellungen in diesem Teil des Buches sind nach Bewertung der BPjM geeignet, zur Gewalttätigkeit anzureizen. Ferner wirken sie verrohend und sind als Frauen diskriminierend zu bewerten.

Mehrere Exemplare des Buches sind auch in einem Lager des Braunschweiger Vereins "Einladung zum Paradies" beschlagnahmt worden. Diser Verein ist dem Verfassungsschutz seit geraumer Zeit als Knotenpunkt fundamentalistischer Islamisten bekannt.

Der Präsident des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, Hans-Werner Wargel, äußerte sich hierzu in einem Interview: "Die gerade vom Vorsitzenden des Vereins, Muhammed CIFTCI, in der Vergangenheit auch öffentlich vertretenen Thesen decken sich mit den wesentlichen Aussagen des Buches. So hat CIFTCI wiederholt geäußert, dass das Schlagen zu den grundsätzlich zulässigen Züchtigungsmaßnahmen des Mannes gegenüber seiner Ehefrau gehöre."
Das nunmehr indizierte Buch ist in der Vergangenheit bei Veranstaltungen zur Verteilung gekommen, für die CIFTIC die Verantwortung trug.

Übersicht