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Verfassungsschutz veranstaltet Symposium am 08.10.12 in Hannover

Experten diskutieren zum Thema "Politische Gewalt im Internet-Zeitalter"


Die wachsende Gewaltbereitschaft in allen extremistischen Bereichen ist für die innere Sicherheit unseres Landes eine komplexe Herausforderung.

Auf dem Symposium des Nds. Verfassungsschutzes stand daher die aktuelle Entwicklung im Bereich politisch motivierter Gewalt in Deutschland im Vordergrund. Dabei wurden nicht nur Fakten zum Rechtsterrorismus und neuen Tendenzen im Rechtsextremismus bewertet, sondern auch die Bedrohung durch Gewaltpotenziale im Linksextremismus und Islamismus.
Darüber hinaus wurde der Fokus auf die gefährlichen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen extremistischen Strömungen gerichtet und die Fragen erörtert, welche Rolle die Ideologie spielt und wie groß der Einfluss des Internets auf Radikalisierungsprozesse von Einzeltätern ist.

Diese Fragen wurden in einer offenen Diskussion gemeinsam mit anerkannten Fachleuten aus Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Medien beleuchtet.

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport als Verfassungsschutzbehörde hat mit diesem Symposium erstmals alle drei politisch motivierten Extremismusphänomene in einer Veranstaltung zum Thema gemacht.

Der Einladung in das Tagungshotel waren ca. 180 Gäste gefolgt. Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern kamen weitere Gäste aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Polizei, weiterer Sicherheitsbehörden, Justiz, Medien, Schule, Kirche, Jugendpflege und der Präventionsräte. U. a. waren der Türkische Generalkonsul Tunca Özcuhadar, der Landespolizeipräsident und die Polizeipräsidenten aus Hannover, Lüneburg und Oldenburg sowie der Präsident der Zentralen Polizeidirektion anwesend.

Nach der Einführung durch den Niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann leitete Susanne Arlt vom Deutschlandradio mit der Vorstellung der Referenten in den ersten Themenblock "Radikalisierungs- und Gewaltpotenziale in Deutschland" über. In diesem Themenblock wurden die Vorträgen gehalten von

  • Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber von der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung in Brühl,
  • Dr. Wolfgang Kraushaar vom Hamburger Institut für Sozialforschung und
  • Dr. Johannes Kandel, Publizist und Politikwissenschaftler aus Berlin.

Es schloss sich eine intensive Diskussion an.

Der zweite Themenblock "Konfrontationsgewalt zwischen extremistischen Gruppen" wurde bestimmt von Vertretern des Niedersächsischen Verfassungsschutzes:

  • Dr. Udo Baron, Referent für den Bereich Linksextremismus und
  • Wolfgang Freter, Referent für den Bereich Rechtsextremismus.

Wegen der fortgeschrittenen Zeit wurde die Diskussion auf die Zeit nach der Mittagspause verschoben.

Im letzten Themenblock "Radikalisierte Einzeltäter" musste der Vortrag von Yassin Musharbash von der ZEIT wegen Krankheit leider entfallen, so dass nur

  • Dr. Asiem El Difraoui vom Institut für Medien und Kommunikationspolitik in Berlin referierte.

An der abschließenden Podiumsdiskussion, die von Susanne Arlt vom Deutschlandradio moderiert wurde, nahmen dann noch einmal teil:

  • Dirk Verleger, Niedersächsischer Verfassungsschutzvizepräsident
  • Dr. Johannes Kandel,
  • Dr. Asiem El Difraoui,
  • Dr. Udo Baron und
  • Wolfgang Freter.

Weitere Informationen können Sie auch noch dem Einladungsflyer entnehmen.

Verfassungsschutzvizepräsident Verleger beendete die Veranstaltung mit seinem Schlusswort gegen 16:00 Uhr.
Programm-Flyer Symposium "Politische Gewalt im Internet-Zeitalter"

Den Einladungsflyer mit dem Programm zum Symposium können Sie hier herunterladen.

 Einladungs-Flyer Symposium "Politische Gewalt im Internet-Zeitalter"
(PDF, 0,51 MB)

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