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Daten & Fakten zur LTTE
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Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE)

Die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gingen 1976 aus einer revolutionär-marxistischen Organisation hervor. Es gelang ihnen unter der Führung von Velupillai PRABHAKARAN, tamilische Konkurrenzorganisationen in blutigen Auseinandersetzungen auszuschalten und sich gleichzeitig als Verteidiger der Tamilen gegen Übergriffe der singhalesischen Mehrheit darzustellen. Politisches Ziel der LTTE ist die Errichtung eines von ihnen kontrollierten eigenständigen Staatsgebildes ("Tamil Eelam") im Nordosten Sri Lankas. Ihrer Ideologie liegen sowohl marxistische als auch extrem-nationalistische Motive zugrunde. Um ihre separatistischen Absichten durchzusetzen, führen die "Befreiungstiger" seit zwei Jahrzehnten einen äußerst gewaltsamen Guerillakrieg gegen die singhalesische Zentralregierung. In dem Bürgerkrieg kamen über 60.000 Menschen ums Leben.

Auf Vermittlung der norwegischen Regierung trat im Februar 2002 ein Waffenstillstand zwischen der sri-lankischen Regierung und der LTTE in Kraft. Dies führte bis 2004 zunächst zu einer Beruhigung der politischen und militärischen Situation. Diese Entwicklung geriet jedoch 2004 wieder ins Stocken, nachdem sich der innenpolitische Kurs unter dem neuen Premierminister Mahinda Rajapakse geändert hatte. Rajapakse - "Man muss die LTTE zunächst in jeder Beziehung schwächen, um sie später kompromissbereiter zu haben." - gilt als Gegner der LTTE. Auch nach der Flutkatastrophe im Dezember 2004 blieben die Gefechte zwischen Anhängern der LTTE und dem sri-lankischen Militär auf der Tagesordnung. Ständige Verletzungen des Waffenstillstandsabkommens haben den Europarat veranlasst, die LTTE am 23.05.2006 auf die EU-Liste der terroristischen Organisationen ("EU-Terrorliste") zu setzen. Gegen diese Entscheidung führte die LTTE am 18.09.2006 eine Demonstration, an der ca. 3.000 Tamilen teilnahmen, in Berlin durch. Darüber hinaus demonstrierte die LTTE am 11.06.2007 unter Teilnahme von ca. 10.000 Tamilen gegen die Verletzung der Menschenrechte durch das sri-lankische Militär. Nachdem zahlreiche Friedensverhandlungen zwischen den Tamilen, der Regierung Sri-Lankas und den Geldgeberländern erfolglos verlaufen waren und erneut militärische Kampfhandlungen auf die Tagesordnung gelangten, beendete die LTTE am 22.02.2007 den ohnehiin brüchigen Waffenstillstand.

Aktivitäten in Deutschland

Die Aktivitäten der LTTE in der Bundesrepublik Deutschland sind darauf ausgerichtet, finanzielle Unterstützung für die Aktivitäten im Heimatland zu erlangen. Regelmäßig organisieren die LTTE-Nebenorganisationen - u.a. Tamilischer Bildungsverband (TBV), Tamil Youth Organisation (TYO), Tamilischer Frauenverband (TFO), Tamilische Studenten Organisation (TSO) - Spendensammlungen bei Kultur- und Heldengedenkveranstaltungen. Um Strafverfolgungsmaßnahmen zu vermeiden, wird bei diesen Kampagnen auf Gewaltanwendung verzichtet.

Im Rahmen einer Mahnwache forderten Tamilen am 25.07.2007 in Hannover die Einhaltung der Menschenrechte auf Sri Lanka ein. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in den niedersächsischen LTTE-Schwerpunkten Göttingen, Hannover und Salzgitter feierte der Tamilische Bildungsverband (TBV) am 12.04.2008 in zahlreichen deutschen Städten sein 18-jähriges Jubiläum.

Am 27.11.2007 fand der letzte Heldengedenktag unter dem Motto "Die Märtyrer sind für unsere Sache gestorben. Sie sind deshalb die besten Menschen für uns." in Dortmund statt. Während der LTTE-Vorsitzende PRABHAKARAN vor über 3.500 Teilnehmern die Verkündung des unabhängigen tamilischen Staates Tamil Eelam vermied, war die Versammlung einig, dieses als Zielvorgabe für das Jahr 2008 zu proklamieren.

Der Verfassungsschutz beobachtet die Aktivitäten der in Deutschland lebenden LTTE-Anhänger (bundesweit etwa 800 Personen), da sie Bestrebungen verfolgen, die die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden.

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