Prägen mittlerweile Vorgänge mit islamistischem Hintergrund das Bild der Öffentlichkeit vom Ausländerextremismus, so existieren darüber hinaus weitere Vereinigungen und Organisationen, die vom Boden der Bundesrepublik Deutschland aus ihre politischen Vorstellungen zu verwirklichen versuchen. Auch bei diesen Gruppierungen spiegeln sich hauptsächlich gesellschaftliche und politische Entwicklungen wider, die in den jeweiligen Herkunftsländern ihren Ursprung und Bezugspunkt finden. So betrachten einige Organisationen Deutschland lediglich als logistisches Hinterland und treten hier aus taktischen Gründen in der Regel nicht gewalttätig in Erscheinung, während sie sich in ihren Heimatländern durchaus terroristischer Methoden bedienen. Hierzu zählen unter anderem die tamilischen Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) sowie die international als terroristisch bewertete iranische Oppositionsgruppe Volksmodjahedin Iran-Organisation (MEK).
Insbesondere aufgrund der hohen Zahl türkisch- und kurdischstämmiger Menschen in der Bundesrepublik stellt die politische Entwicklung in der Türkei und im kurdischen Siedlungsgebiet einen wichtigen Bezugspunkt für mehrere in Deutschland aktive Extremistengruppen dar. Zu diesen Gruppierungen zählen der Volkskongress Kurdistans (KONGRA GEL) sowie die beiden linksextremistischen türkischen Organisationen Devrimci Sol (DHKP-C/THKP-C) und Türkische Kommunistische Partei/Marxisten-Leninisten (TKP/ML).