Die autonome Bewegung kennt keine mit kommunistischen Organisationen vergleichbare einheitliche Ideologie. Vielmehr finden sich die verschiedenen Gruppen der autonomen Bewegung über Aktions- und Themenfelder zusammen, die sich zu einem erheblichen Teil an aktuellen politischen Ereignissen und Problemfeldern orientieren. Das soll dazu beitragen, den autonomen Widerstand besser öffentlich zu vermitteln.
Mit ihren Aktionen schließen sich Linksextremisten häufig an bereits bestehende gesellschaftliche Protestbewegungen an und versuchen, diese für die Propagierung ihrer eigenen ideologischen Ziele zu instrumentalisieren. Diese Vorgehensweise führt zu einem eher aktionsbezogenen Extremismus. Kennzeichnend für diesen anlassbezogenen Extremismus ist die Austauschbarkeit der Themenfelder sowie deren Stilisierung zum Symbol für das von den Autonomen abgelehnte System.
Mit der Veränderung der politischen Agenda haben sich auch die Aktionsfelder der autonomen Bewegung verändert. So engagieren sich deren Anhänger – wie auch in den vergangenen Jahren – insbesondere in dem Themenfeld Antifaschismus. Die Aktionsfelder Antirassismus, Anti-Globalisierung und Anti-Castor stellen für die Autonomen weiterhin keinen Schwerpunkt dar.