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Symposium "Antisemitismus im extremistischen Spektrum"

Antisemitismus hat auch heute noch viele Gesichter


Am 09. Juli fand das 8. Extremismus-Symposium des Niedersächsischen Verfassungsschutzes unter dem Titel „Antisemitismus im extremistischen Spektrum“ im Alten Rathaus in Hannover statt. 180 Gäste aus Politik, Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kirchen sowie Religionsgemeinschaften nahmen an der Veranstaltung teil.

Das Symposium erklärte, in welcher Form Antisemitismus in den drei vom Verfassungsschutz fokussierten Extremismen, Rechtsextremismus – Linksextremismus – Islamismus, aufzufinden sei. Die politische Aktualität dieses seit einem Jahr vorbereiteten Tagungsthemas wird mit Blick auf die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Staat Israel und der palästinensischen HAMAS, die daraus folgende Antisemitismus-Debatte in Deutschland, den Anschlag eines islamistisch radikalisierten Rückkehrers aus dem syrischen Bürgerkrieg auf das Jüdische Museum in Brüssel im Mai, aber auch hinsichtlich der konsequenten antisemitischen Agitation von Rechtsextremisten deutlich.

Der Vielgestaltigkeit des Antisemitismus Rechnung tragend, wies der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass ganz egal, woher der Antisemitismus komme, er menschenverachtend sei und fundamental den demokratischen Werten der Bundesrepublik Deutschland widerspreche.

Für das Symposium konnte der niedersächsische Verfassungsschutz hochkarätige Referenten gewinnen:

  • Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber (Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Brühl)
  • Wolfgang Freter (Referatsleiter Rechtsextremismus im Niedersächsischen Verfassungsschutz)
  • Lamya Kaddor (Islamwissenschaftlerin, Islamische Religionspädagogin und Autorin)
  • Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler und Publizist, Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg)
  • Prof. Dr. Andor Izsák (Direktor a.D. des Europäischen Zentrums für jüdische Musik und Ehrenpräsident der Siegmund-Seligmann-Stiftung).

Zum Abschluss des von Horst Lahmann und Daniela Schlicht (beide Niedersächsischer Verfassungsschutz) moderierten Symposiums wurde mittels einer Podiumsdikussion das Diskussionsfeld erweitert, indem gefragt wurde, welche Verantwortung Staat und Gesellschaft in der Bekämpfung von Antisemitismus zukomme. Auch für diesen Programmpunkt konnten erstrangige Referenten gewonnen werden:

  • Dr. Ingrid Spieckermann (Landessuperintendentin der ev.-luth. Landeskriche Hannovers
  • Katarina Seidler (Landesvorsitzende der Israelistischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R.)
  • Abdullah Leonhard Borek (Deutsche Muslim-Liga e. V.)
  • Aycan Demirel (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e. V.)
  • Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber (Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Brühl)

Neben einem Kurzexposé finden Sie in der rechten Info-Spalte eine Auswahl der auf dem Symposium gehaltenen Fachvorträge zum Download.

Das Antisemitismus-Symposium ist Teil einer Veranstaltungsreihe des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, die bereits am 16. Oktober 2014 fortgesetzt wird. Zum Thema „25 Jahre nach dem Mauerfall – Vom Umgang mit der DDR-Geschichte“ wird das 9. Extremismus-Symposium im Julianum in Helmstedt stattfinden.

Eine neue Veranstaltungsreihe des Niedersächsischen Verfassungsschutzes wird unter dem Motto „Aktuell und kontrovers – Niedersächsischer Verfassungsschutz im Diskurs mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft“ am 30. September 2014 ins Leben gerufen. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen mit ausgewiesenen Experten über das Thema „Was ist Linksextremismus heute?“ zu diskutieren.

Informationen über die beiden angekündigten Veranstaltungen sind auf der Homepage des Niedersächsischen Verfassungsschutzes abrufbar

Kurzexposé

Presseinformation




Maren Brandenburger und Boris Pistorius  
Maren Brandenburger und Boris Pistorius
Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger  
Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger
Publikum  
Publikum
Innenminister Boris Pistorius  
Innenminister Boris Pistorius
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber  
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber
Publikum, Prof. Pfahl-Traughber, Daniela Schlicht  
Publikum, Prof. Pfahl-Traughber, Daniela Schlicht
Wolfgang Freter und Horst Lahmann  
Wolfgang Freter und Horst Lahmann
Wolfgang Freter  
Wolfgang Freter
Lamya Kaddor  
Lamya Kaddor
Prof. Dr. Micha Brumlik  
Prof. Dr. Micha Brumlik
Maren Brandenburger und Prof. Dr. Andor Izsák  
Maren Brandenburger und Prof. Dr. Andor Izsák
Prof. Dr. Andor Izsák  
Prof. Dr. Andor Izsák
Dr. Ingrid Spieckermann, Katarina Seidler, Abdullah Leonhard Borek, Aycan Demirel, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Daniela Schlicht, Horst Lahmann (v.l.n.r.)  
Dr. Ingrid Spieckermann, Katarina Seidler, Abdullah Leonhard Borek, Aycan Demirel, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Daniela Schlicht, Horst Lahmann (v.l.n.r.)
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